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H&M

Es gibt wohl kaum eine Stadt, in der es keine Filiale des schwedischen Modellabels Hennes & Mauritz oder kurz H&M gibt. Rund 1.700 Geschäfte gibt es mittlerweile in 34 Ländern weltweit. In Deutschland eröffnete 1980 in Hamburg der erste H&M Shop seine Pforten. Inzwischen gibt es in Deutschland 327 Läden in 202 Städten. Dabei hat die Erfolgsgeschichte von H&M ganz klein angefangen.

1947 eröffnete der Textilhändler Erling Persson im schwedischen Städtchen Västerås ein Geschäft für Damenbekleidung. Er nannte es „Hennes“ das schwedische Wort für „Ihres“. Das lief so gut, dass er 1968 ein Geschäft für Jagd- und Herrenbekleidung von einem Mauritz Widforss übernahm. Das neue Geschäft wurde auf den Namen „Hennes & Mauritz“ getauft. Mode und Qualität zu besten Preisen, so lautete das Geschäftsmotto und an diesem Motto hat sich bis zum heutigen T

 

ag nichts geändert.

 

 

100 Designer arbeiten an den Kollektionen von H&M. Das Geheimnis des riesigen Erfolgs des Labels ist der sehr schnelle Wechsel der Kollektionen. Wo andere Designer sich maximal zwei neue Kollektionen pro Jahr einfallen lassen, wird bei H&M im Schnitt alle zwei Wochen das Sortiment geändert. Die Ware ist immer auf der Höhe der Zeit und verpasst keinen aktuellen Trend. Das macht H&M so spannend. War es anfänglich nur Bekleidung für Damen und Herren, so kamen im Laufe der Zeit Kinderbekleidung, Nacht- und Unterwäsche sowie Accessoires dazu. Seit ein paar Wochen bietet das schwedische Label nun sogar Wohnaccessoires an.

Bei H&M ist alles strategisch bis ins kleinste Detail geplant. Dazu gehören die richtigen Standorte, immer in der Innenstadt oder in großen Einkaufszentren, die Einrichtung und die optimale Präsentation der Ware. Aber ein sehr kluger Werbeschachzug katapultierte Hennes & Mauritz schließlich auf den ersten Platz der modernen Modelabels: Die Werbung mit großen Namen.

 

 

 

Die australische Popsängerin Kylie Minogue machte 1998 den Anfang und entwarf für H&M Damenunterwäsche. Das schlug ein wie eine Bombe. Es folgten weltberühmte Designer wie Karl Lagerfeld (2004) und Stella McCartney (2005), sowie Madonna, die Trainingsanzüge entwarf und die niederländischen Avantgardisten Victor & Rolf. Für Furore sorgte 2007 die Kampagne von Roberto Cavalli für H&M. Der italienische Designer schneiderte ein Kleid aus Goldlamé, dass auf 800 Stück limitiert war. Dieses Kleid kostete im Geschäft 299,- Euro und war damit das teuerste Kleidungsstück dass jemals bei H&M verkauft wurde.