|
De Puta Madre 69
De Puta Madre 69 klingt nicht nur richtig spanish – der Ursprung des Labels liegt in Spanien in einem Gefängnis. Der Designer, der die ersten Zeichnungen für das Label kreierte war kein geringerer als der Gefängnisinsasse Ilan Fernandes Uzzan, der aus Kolumbien stammte und T-Shirts mit einfachen Filzstiftzeichnungen verzierte. Seine Initialen „IFU“ sind auch heute noch der Name des Unternehmens, das dieses Label, nämlich De Puta Madre 69, vertreibt.
Schon während seines Gefängnisaufenthaltes erkannte Uzzan die Geschäftsidee, die hinter seinen Filzstiftkritzeleien stand und so fing er sofort nach seiner Entlassung an, seine Idee zu vermarkten. Die Idee war so innovativ, dass sie förmlich wie eine Bombe in die Modewelt einschlug – der Hintergrund des Designers und die Entstehung der ersten T-Shirt-Verzierungen taten ihr übriges für den Erfolg des Labels. Inzwischen gehört De Puta Madre 69 zu den bekanntesten und beliebtesten Club- und Modelabels der ganzen Welt.
Vielleicht ist auch ein wenig das Motto des Labels an diesem Erfolg schuld, denn De Puta Madre 69 heißt einfach „ich fühle mich großartig“ oder „ich fühle mich super“. Die wörtliche Übersetzung des Labelnamens ist weniger rühmlich, denn die heißt „Hurenmutter“.
Die sehr harte Gefängniszeit, die der Designer der T-Shirts hinter sich bringen musste, ließ ihn etwas verhärten, was auch als Grund für die teilweise markigen Sprüche auf den T-Shirts ein Hintergrund sein könnte. Neben „Kill Barbie“, „Drug Traffic“, „Criminale Importado“, „Drugs Parade“ oder auch „Dead Arm“ sind Sprüche, die man mag – oder eben überhaupt nicht schätzt. Der Hintergrund der Sprüche ist aber sehr wohltätig, denn hier sollen Menschen dazu angehalten werden, ihre Finger von Drogen und Gewalt zu lassen – dem Gründer des Labels ist das nicht gelungen.
Die größtenteils junge Kundschaft von De Puta Madre 69 nimmt diese Shirts sehr gut an und auch das Motto wird ohne jegliche Kritik akzeptiert. Gut fühlen ohne Drogen, das ist auch das Motto der Träger der Mode von De Puta Madre 69.
War der anfängliche Kundenkreis von Uzzan lediglich aus Gefängnisinsassen zusammengesetzt, konnte er nach seiner Entlassung auch außerhalb der Gefängnismauern viele Menschen für seine Kreationen begeistern. Auffallende und ziemlich extreme Sprüche auf Shirts sind das Markenzeichen von Uzzan.
Nicht nur die Modewelt, auch das Filmgeschäft nahm von De Puta Madre 69 Kenntnis und so wurde dann auch Interesse daran bekundet, das Leben von Uzzan zu verfilmen. Die Website von De Puta Madre 69, nämlich www.deputamadre69.com, zeigt die Kollektionen. Bestellungen können aber unter www.kademo.de und Ebay getätigt werden.
|