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Coco Chanel

Sie war Modeschöpferin, Revolutionärin und Stilikone: Coco Chanel. Sie erfand das berühmte „Kleine Schwarze“, befreite die Frauen aus dem Korsett, ließ die Röcke eine Handbreit über dem Knie schweben und machte den Modeschmuck salonfähig.

Gabrielle Devolle, so der Geburtsname von Coco Chanel, wurde als uneheliches Kind am 19. August 1883 in Saumur an der Loire geboren. Nach dem Tod der Mutter wurde sie, völlig verwahrlost, in ein Waisenhaus eingeliefert und kam schließlich zu ihrer Tante Adrienne Chanel, wo sie die Kunst des Hutmachens erlernte. Soldaten, für die sie sang, gaben ihr den Spitznamen Coco. 1910 begann Coco extravagante Hüte für ihre Freundinnen zu nähen und 1911 eröffnete sie mit dem Kredit eines Liebhabers ihr erstes eigenes Geschäft.

Während des Ersten Weltkrieges hatten alle Geschäfte in Paris geschlossen, nur das von Coco Chanel nicht. Sie nähte aus Baumwolljersey schlichte, gradlinige und doch elegante Kleider und legte damit den Grundstein für ihr späteres Imperium, denn diese Kleider haben die Welt der Mode revolutioniert. Das „Kleine Schwarze“ wurde geboren.


 

 

Für die damalige Zeit war die Mode von Coco Chanel geradezu skandalös. Ihre Röcke waren zu kurz, die Schnitte waren fließend und damit war das geschnürte Korsett passé. Sie entwarf Strickjacken, die wie Kostümjacken getragen wurden und nicht nur ihre bortengesäumten Jacken wurden zu einem Markenzeichen. Bis heute sind sie das Aushängeschild eines typischen Chanel Kostüms.

Schmuck musste bei Coco Chanel nicht echt sein, die Hauptsache war, er sah gut aus und ließ sich zu ihren Kreationen tragen. Sie war die Erste, die zu weißen Blusen lange, unechte Perlenketten trug. Genauso legendär wie ihre Mode war die Liste ihrer Kundinnen. Marlene Dietrich und Jackie Kennedy trugen Modelle von Coco Chanel und machten sie so schnell weltweit bekannt.

 

 

Typisch für die außergewöhnliche Kreativität und ihren Einfallsreichtum der ist die folgende Anekdote. Ihre Freundin Marie Hélené van Zylen besuchte sie in ihrem Apartment im Pariser Hotel Ritz, um ihr neuestes Ballkleid zu präsentieren. Coco Chanel fand das Kleid scheußlich und riss kurzerhand einen Vorhang aus tiefrotem Taft von einem der Fenster und fertigte daraus ein neues Kleid. Als Madame van Zylen diese Kreationen auf einem Ball trug, wurde sie wiederholt gefragt, wer denn dieses wunderbare Kleid geschneidert hätte.

Nach ihrem Tod im Jahr 1971 ging es mit Konzern Coco Chanel bergab. Erst als Karl Lagerfeld die Firma übernahm, wurde aus der Mode von Coco Chanel eine Mode, die sich jede Frau leisten konnte.